Neuer Chefarzt in der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/ Handchirurgie am Bergmannsheil Buer

Mehmet_A_Altintas_23284Nach schweren Unfällen stehen nicht nur die Knochen, Gelenke oder Organe im Focus der Operateure. „Oftmals liegen die Knochen frei; Haut, Muskeln, Nerven und Gefäße sind zerstört. Dann gilt es, diese Weichteildefekte zu rekonstruieren, damit die betroffenen Arme oder Beine in ihrer Funktion erhalten bleiben und nicht amputiert werden müssen. Wir setzen mikrochirurgische Techniken ein und transplantieren Gewebe von einer anderen Körperstelle unter Einschluss von Haut, Fettgewebe, Muskeln und Knochen. Dabei spielen die Gefäße, die das transplantierte Gewebe durchbluten, eine große Rolle. Wir verwenden Nahtmaterial, das dünner als das menschliche Haar ist“, sagt Privatdozent Dr. Mehmet A. Altintas. Er ist seit Januar der neue Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/ Handchirurgie am Bergmannsheil Buer. Seine Disziplin ist facettenreich: Hauttransplantationen, die Korrektur von Fehlbildungen, Narbenbehandlungen, die Behandlung von Sehnen-, Nerven-, Gefäßdurchtrennungen oder Amputationen an den Extremitäten, die Entfernung von Hauttumoren, aber eben auch die „Körperformung“. Dr. Altintas:  „Wer sein Gewicht drastisch reduziert, hadert dennoch oft mit seinem Äußeren, weil die Haut nicht straff ist. Auch nach Schwangerschaften gibt es gute Gründe, dass sich Frauen für eine Operation entscheiden. Brust-, Bauch-, Oberarm- oder Schenkelstraffungen bringen dann die natürliche Körperform und viel Lebensqualität zurück.“

Nach Krebserkrankungen ist für viele Frauen der Wiederaufbau der Brust ein wichtiger Therapiebaustein – auch hier kann Eigengewebe, z.B. aus dem Unterbauch genutzt werden. Implantate sind dann überflüssig, zudem viele Frauen sie als ‚Fremdkörper’ kritisch betrachten. Die männliche Brust dagegen führt oftmals zu einem stigmatisierten Körpergefühl bei den Betroffenen. Hier kann durch eine spezielle Schnittführung mit kaum sichtbaren Narben ein Zugewinn an Lebensqualität erreicht werden.

Ein besonderes Augenmerk wird Privatdozent Dr. Altintas auf die Akut- und Folgebehandlung von Schwerbrandverletzten legen. Dafür steht ihm eine neu erbaute, moderne Intensivstation mit vier Intensivbetten für Schwerbrandverletzte zur Verfügung: „Bei der Behandlung der Patienten sind in den Räumlichkeiten eine hohe Luftfeuchtigkeit und subtropische Temperaturen wichtig. Bei großflächigen Hautverbrennungen ist die Temperaturregulation gestört. Eine Unterkühlung ist für diese Patienten lebensgefährlich.“

Werdegang:
Er ist ein „Kind des Ruhrgebiets“, sagt Privatdozent Dr. Mehmet A. Altintas und freut sich in Gelsenkirchen „zurück in der Heimat zu sein“. Der in Herne geborene Chirurg studierte an der Ruhr-Universität Bochum sowie den Universitäten Istanbul und Zürich. Im Bergmannsheil Bochum begann er seine Facharztausbildung bevor er 2007 an die Medizinische Hochschule Hannover wechselte und sich ganz seiner heutigen Disziplin verschrieb. Hier, in einer Klinik der Supramaximalversorgung, bot sich dem jungen Mediziner eine Ausbildung unter Einbeziehung des gesamten Spektrums der Plastischen Chirurgie. In der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie machte sich Dr. Altintas in den sieben Jahren in Hannover rasch einen Namen und war zuletzt leitender Oberarzt für das hoch spezialisierte Zentrum für Brandverletzte. Seine wissenschaftliche und klinische Forschungsarbeit führte zu zahlreichen Preisen und Ehrungen. In 2010 erfolgte die Ernennung zum Privatdozenten an der Medizinischen Hochschule Hannover, an der er seinen Lehrauftrag auch nach dem Wechsel nach Gelsenkirchen erfüllen möchte.
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Sabine Ziegler
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