Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Traumazentrum

Nach Unfällen zählt nicht nur jede Minute, sondern oft auch die bestmögliche Versorgung. Durch das Trauma-Netzwerk können die gemeinsamen Strukturen der einzelnen Traumazentren genutzt werden. Über eine Leitstelle wird schon vom Unfallort aus das für diese Verletzung beste Krankenhaus nach Spezialbereich, technischer Ausrüstung, medizinischer Qualifikation und freier Kapazität ermittelt  und der Patient in kürzester Zeit dorthin gebracht.

Bei lebensbedrohlichen Verletzungen sinkt die Überlebenschance mit jeder Viertelstunde. Das Trauma-Netzwerk Ruhrgebiet stellt die schnellst- und bestmögliche Versorgung von Schwerverletzten in der Umgebung sicher“, informiert Privat Dozent Dr. med. Friedrich Kutscha-Lissberg, Ärztlicher Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Bergmannsheil Buer. Die hiesige Unfallchirurgie erhielt als eine von neun Kliniken im Ruhrgebiet die Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und ist damit auch eines der ersten „Lokalen Traumazentren“ in der Region.

Schnell ist es passiert: Ein Unfall im Verkehr, bei der Arbeit, beim Sport in der Freizeit oder zu Hause. Ein Trauma, also eine Verletzung, ist die Folge. Dieses Schicksal trifft jährlich rund vier Millionen Menschen in Deutschland. Durch das professionelle Ineinandergreifen unterschiedlicher Fachdisziplinen wie Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Viszeralchirurgie und Anästhesie schafft es das Bergmannsheil Buer seit Jahren solchen Schwerstverletzten rund um die Uhr die bestmögliche, medizinische Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen.
Das Qualitätssiegel wurde in Form einer Urkunde durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie ausgegeben und ist die Vorstufe zur Zertifizierung. Diese kann jedoch erst dann erfolgen, wenn alle 58 Kliniken, die bei dem Traumanetzwerk Ruhrgebiet angemeldet sind, ebenso das Bergmannsheil Buer als Traumazentrum anerkannt sind.

Ziele des Traumanetzwerk Ruhrgebiet sind der Erhalt und die Verbesserung der flächendeckenden Versorgungsqualität von Schwerverletzten durch optimierte Kommunikation, abgestimmte Standards und Kooperationen. Dazu gehört auch die gesteigerte Effizienz, durch die Nutzung vorhandener Ressourcen. Des Weiteren soll durch den Zusammenschluss zu einem zertifizierten Traumanetzwerk ein Verbund-System zur Aus- und Fortbildung entstehen. Kurzum: Der Patient soll künftig noch schneller, noch effektiver und noch besser versorgt werden.

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit werden zum Beispiel Kriterien dafür festgelegt, ob ein Patient in seinem Heimatkrankenhaus behandelt werden kann oder in ein überregionales Zentrum verlegt werden muss. Helfen wird bei solchen Entscheidungen die Einrichtung von Telekommunikationssystemen zwischen Rettungsdiensten und den Krankenhäusern untereinander, die z.B. die Übermittlung von Röntgenbildern innerhalb weniger Minuten erlauben. Durch regelmäßige gemeinsame Fort- und Weiterbildungsprogramme, die Erarbeitung von Behandlungsstandards, Fallkonferenzen und Qualitätszirkel wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen. Zu guter Letzt haben sich die Mitglieder freiwillig verpflichtet, die Qualität der Behandlung von Schwerverletzten durch die Dokumentation ihrer Behandlungsfälle im bundesweiten Traumaregister (www.traumaregister.de*) und externe Fachgutachter im Rahmen der Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie überprüfen zu lassen.

Homepage Traumanetzwerk :(http://www.dgu-traumanetzwerk.de/)