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Muslimischer Gebetsraum im Bergmannsheil Buer

MESCID steht auf der Milchglastür. Dahinter befindet sich im Bergmannsheil Buer ein achtzehn Quadratmeter großer, lichtdurchfluteter Raum – ein Gebetsraum für muslimische Patienten, Besucher und Angestellte des Krankenhauses. Im dritten Geschoss der Klinik findet der Gläubige einen Rückzugsort für sein Gebet. „Unter unseren jährlich rund 17.000 stationären Patienten gibt es viele Muslime. Ihnen bietet dieser Raum die notwendige Stille, um im Gebet Ruhe zu finden“, sagt Klinik-Geschäftsführer Werner Neugebauer. „Respekt und Toleranz im Umgang miteinander ist uns wichtig. Wir ermöglichen unseren muslimischen Patienten den Rückzug für ein stilles Gebet.“
Das Bergmannsheil Buer setzte als nicht-konfessionelles Haus die Idee eines Gebetsraums für Muslime um und führte vorab Gespräche mit Nezahat und Aydin Kılınç, Cesur Özkaya und Cevdet Duran – als Mitglieder des Integrationsrates – sowie mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Gelsenkirchen Mustafa Cetinkaya. Sie sind die Ideengeber der Mescid im Bergmannsheil. „Wir sind glücklich, dass die Klinik unser Anliegen so offen aufgenommen hat und Muslime hier einen Platz zum Gebet finden. Nachdem die Klinik alle baulichen Maßnahmen finanziert hat, spendeten wir den Gebetsteppich“, sagt Nezahat Kılınç.
„Menschen, die in Krankenhäusern behandelt werden oder jemanden haben, der behandelt werden muss, sind oft in Ausnahmesituationen. Ein Rückzug zu einem Gebet kann da helfen, der Situation gefestigt zu begegnen. Bei der großen Anzahl von Patienten muslimischen Glaubens im Bergmannsheil Buer ist es ein guter Gedanke, analog zu der Kapelle für Patienten christlichen Glaubens einen eigenen Gebetsraum anzubieten, sagt Oberbürgermeister Frank Baranowski.

Sabine Ziegler
Sabine Ziegler
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