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Rotatorenmanschettennaht

Was ist die Rotatoremanschette?
Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um 4 Muskeln (M. Supraspinatus, M. Infraspinatus, M. Subscapularis, M. Teres minor), die das Schultergelenk wie eine Manschette umfassen. Das Zusammenspiel dieser Muskeln gewährleistet die Zentrierung des Oberarmkopfes in der Schulterpfanne und unterstützt sämtliche Bewegungen des Schultergürtels.

Wann tritt eine Rotatorenmanschettenruptur auf?
Die Sehnen der Rotatorenmanschette) sind durch ihre Lage zwischen Oberarmkopf und Schulterdoch, sowie durch Besonderheiten ihrer Durchblutung und ihrer Kinematik besonders anfällig für degenerative Veränderungen, die häufiger im mittleren Lebensalter eintreten, aber auch traumatische Rupturen, die nach einem Unfallereignis oder einer Luxation auftreten können.

Wie wird eine Rotatorenmanschettenruptur behandelt?
Das Ziel der Rotatorenmanschettennaht ist die schmerzfreie Beweglichkeit und die Kraft des Schultergelenkes wieder herzustellen.
Je nach Ausprägung des Risses kann dieser meist arthroskopisch genäht werden, sollte dies nicht möglich sein ist eine offene Naht in seltenen Fällen notwendig.

Wie erfolgt die weitere Behandlung nach Rotatorenmanschettennaht?
Phase 1:
1.-6. postop. Woche Schmerzreduktion, passive Mobilisation und Lagerung


1.-3. Woche:
48 h Ruhigstellung in Gilchrist-Bandage danach Lagerung des Armes in
Abduktionskissen Tag und Nacht bis Ende der 3. postop. Woche. Tagsüber kurzzeitige Lagerung in aktueller Ruhestellung auf Kissen möglich, wenn dadurch Schmerzreduktion und bessere muskuläre Entspannung erreicht wird.

1. Woche: Aktive Bewegung von Hand und Ellenbogen mit Therapeuten.
Passive Mobilisation mit Therapeut in alle Bewegungsrichtungen schmerzfrei bis zum weichen Stopp.
Anleitung zu kontrollierten Pendelübungen mit vorgeneigtem Oberkörper im Stand
Schulung der Aktivitäten des täglichen Lebens (Aufstehen, Anziehen, Waschen, Anlegen des Abduktionskissens…) mit weitestgehender Schonung der Op-Seite.

3. Woche: Passive Mobilisation in allen Bewegungsrichtungen schmerzfrei bis zum weichen Stopp,
Ab der 4. Woche stundenweises Entwöhnen des Abduktionskissen innerhalb des Hauses.

Phase 2:
7.-12. Woche aktive Mobilisation, Koordinationsschulung, leichte
Kräftigung
Schmerzabhängige passive und aktive Mobilisation ohne Limit; Autofahren i.d.R. möglich.

Ab 9. Woche: Dynamisches Training mit Theraband und leichten Gewichten (max.1 kg). Auch langsam in Über-Kopf-Position („Wischübung“).
Wiederaufnahme beruflicher Tätigkeit mit geringer Schulterbelastung.

Phase 3:
ab 12. Woche Kräftigung
Intensivierung der muskulären Kräftigung auch mit Geräten. Üben von Alltagsaktivitäten und sportartspezifischen Bewegungen (z.B. Tennisaufschlag).
Wiederaufnahme beruflicher Tätigkeiten mit höherer Schulterbelastung.

Phase 4:
ab 21. Woche Wiederaufnahme des Sports und anderer hochbelastender
Schulteraktivitäten
Eigenständiges sportliches Training mit gelegentlicher Kontrolle durch den Therapeuten.
Mit dem Ausgleich aller Defizite ist i.d.R. nicht vor Ablauf des 6.bis 9. postoperativen Monats zu rechnen.



KTQ-Zertifikat Verband der Privaten Krankenversischerung e.V.
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