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Tarsale Umstellungsosteotomien

Das Fußskelett wird aus 26 Knochen gebildet. Durch gezielte Veränderung einzelner Knochen werden verschiedene Rückfußfehlstellungen korrigiert. Es sind Verbiegungen, Verlängerungen, Verkürzungen oder Verdrehungen der Fußknochen möglich. Welche Operationen, in welchem Ausmaß durchgeführt werden, hängt von der Art der Fehlstellung und dem Krankheitsstadium ab. Manchmal müssen solche knöchernen Operationen mit weichteiligen Operationen (Sehnenumlagerungen, -durchtrennungen oder -verlängerungen) kombiniert werden.

Tarsale Osteotomien bei Plattfuß
Die Besonderheiten der Plattfuß-Fehlstellung werden gesondert dargestellt . Diese Operationsmethoden sind gelenkserhaltend, das heißt, es werden Änderungen außerhalb der Fußgelenke durchgeführt. Voraussetzung hierfür sind bewegliche Fußgelenke, was aber nur in den Anfangsstadien der Erkrankung vorliegt.
Der Plattfuß wird im Fußzentrum Gelsenkirchen durch die folgenden Osteotomien korrigiert:
  • Verschiebe-Osteotomie des Tuber calcanei nach Gleich
  • Verlängernde Osteotomie des Procesus anterior calcanei nach Evans
  • Plantarisierende Osteotomie des Os cuneiforme mediale nach Cotton


Die Verschiebe-Osteotomie des Tuber calcanei nach Gleich

Syn. MDO, inverse Dwyer-Osteotomie, medial displacement calcaneal Osteotomy, medial sliding calcaneal Osteotomy.

Durch diese Operationsmethode korrigiert man die Valgus-Komponente des Plattfußes. Die Operation wird im Fußzentrum Gelsenkirchen minimal invasiv / perkutan durchgeführt.
Durch einen 1 cm langen Schnitt wird minimalinvasive die Fräse im Fersenbein eingebracht und eine V-förmige Fersenbeindurchtrennung vorgenommen. Die Ferse wird dann mit der noch angeschlossenen Achillessehne und Plantarfaszie innenseitig verschoben und mit zwei durch die Ferse eingebrachten Schrauben fixiert.
Diese Osteotomie wird in der Regel in Kombination mit anderen Verfahren kombiniert, was Auswirkungen auf die Nachbehandlung hat.
Am Ende der Operation spritzt der Operateur ein lang wirkendes Betäubungsmittel zur Schmerzbehandlung (sog. Fußblock).
Der Fuß wird in einem Verbandschuh ruhiggestellt.
Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes. Danach steht die Mobilisierung unter Entlastung des Fußes an.. Die Physiotherapie und die volle Belastung beginnen nach circa sechs Wochen, wenn die knöcherne Heilung erfolgt ist. Der Patient ist nach circa drei bis vier Monaten wieder arbeitsfähig. Die eingebrachten Schrauben müssen in der Regel nicht entfernt werden.


Die verlängernde Osteotomie des Procesus anterior calcanei nach Evans
TO EvansDurch diese Operationsmethode kann man die Abductus-Komponente korrigieren. Durch einen 3 cm langen Schnitt an der Außenseite des Fußes wird der vordere Teil des Fersenbeines durchgetrennt. Der Spalt wird ausgespreizt und ein circa 1 cm breites Stück Fremdknochen eingebracht. Damit erreicht der Operateur eine Verlängerung des Fersenbeines. Durch die Verlängerung wird der Vorfuß in der geraden Position (nach innen) zurückgedreht. In der Regel ist das Interponat fest eingeklemmt und benötigt keine spezielle Fixierung.
Am Ende der Operation spritzt der Operateur ein lang wirkendes Betäubungsmittel zur Schmerzbehandlung (sog. Fußblock).
Der Fuß wird in einem Verbandschuh ruhiggestellt.
Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes. Danach steht die Mobilisierung unter Entlastung des Fußes an. Die Physiotherapie und die volle Belastung beginnen nach circa sechs Wochen, wenn die knöcherne Heilung erfolgt ist. Der Patient ist nach circa drei bis vier Monaten wieder arbeitsfähig. Die eingebrachten Schrauben müssen in der Regel nicht entfernt werden.


Die plantarisierende Osteotomie des Os cuneiforme mediale nach Cotton
Diese Operationsmethode senkt den ersten Mittelfußknochen ab und hebt das Fußgewölbe an. Durch einen 3 cm langen Schnitt wird das Os cuneiforme mediale durchgetrennt. Der Spalt wird ausgespreizt und ein circa 1 cm breites Stück Fremdknochen eingebracht. In der Regel ist das Interponat fest eingeklemmt und benötigt keine spezielle Fixierung.
Am Ende der Operation spritzt der Operateur ein lang wirkendes Betäubungsmittel zur Schmerzbehandlung e (sog. Fußblock).
Der Fuß wird in einem Verbandschuh ruhiggestellt.
Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose im Rahmen eines kurzstationären Aufenthaltes. Danach steht die Mobilisierung unter Entlastung des Fußes an. Die Physiotherapie und die volle Belastung beginnen nach circa sechs Wochen, wenn die knöcherne Heilung erfolgt ist. Der Patient ist nach circa drei bisvier Monaten wieder arbeitsfähig.

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Abb. 1 Korrektur der Fußgewölbe nach triplen tarsalen Osteotomie und Achillessehnenverlängerung. Links präoperativ und rechts postoperativ. Mit rot wird die Fußgewölbe (mediale Säule) und mit gelb wird die Cotton-Osteotomie angezeichnet.



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