Chefarzt PD Dr. Christopher Brenke

Wirbelsäulenchirurgie: Präzision und Sicherheit dank Neuronavigation

Verletzungen, Entzündungen, Tumore und komplexe Verschleißerkrankungen erfordern oft aufwendige Operationen an der Wirbelsäule. Studien belegen, dass dann der Einsatz von computergestützten Techniken für den Patienten sicherer und schonender ist und zu besseren Ergebnissen führt. Die sogenannte Neuronavigation ist zwar ein etabliertes Verfahren in der Wirbelsäulenchirurgie, aber in vielen Kliniken kein Standard. Die Investitionskosten sind hoch und der Operateur braucht viel Erfahrung. Das Bergmannsheil Buer hat jetzt ein weiteres Mal einen sechsstelligen Betrag (745.000 Euro) in diese Technologie investiert und setzt nun die neueste Gerätegeneration ein.

Exakte Platzierung der Implantate
„Wir erzielen bei Operationen an der Wirbelsäule mit der Neuronavigation seit vielen Jahren sehr gute Ergebnisse. Diese Technik hat einen riesigen Vorteil: Wir sehen mehr im Operationsgebiet und bewegen uns mit den Instrumenten räumlich optimal – ohne Nerven oder gar das Rückenmark zu gefährden. Dabei geht es um Millimeter“, erklärt Privat-Dozent Dr. Christopher Brenke, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie. Während der Operation liefert ein mobiles Bildgebungssystem, der sogenannte O-Arm, in weniger als 60 Sekunden dreidimensionale Röntgenbilder in extrem hoher Auflösung. Das sind wichtige Informationen, um Implantate wie etwa Schrauben zur Stabilisierung der Wirbelsäule exakt zu platzieren. „Noch während der Operation kann dann ihre Lage kontrolliert werden“, sagt Dr. Brenke und ergänzt: „Die Technik macht die minimal-invasive Chirurgie mit all ihren Vorzügen hier möglich“.

Sabine Ziegler
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